und das Fernsehen
Die, äääh, ja, also, diese Düxer Clowns sind einfach äääh, unglaublich” stammelte sie, ”Waaahnsinn!!!”
Ich mußte leicht schmunzeln, diese Reaktion war mir klar.
Die Vorgeschichte ist schnell erzählt.
Für die Weiberfastnachts-Sondersendung suchte das WDR-Fernsehen eine Gruppe, an deren Beispiel man kölschen Frohsinn auch in Westfalen erklären kann. Das ist leichter gesagt als getan,
fast überall stößt man auf selbstverliebte Funktionsträger und Vereinsmitglieder,
für die eine feste Hierarchie wichtiger ist als ein Kölsch.
Kurz bevor unsere Reporterin in schwere Fastelovend-Depression versank kam der Tip namens
”Düxer Clowns”.
Ich war nämlich der Moderator der Sendung, und ohne gute Gäste sieht man schnell ganz alt aus.
Und jetzt stand sie also vor mir, die Reporterin, die gerade den Film über die Truppe gedreht hatte. Ich fragte ganz vorsichtig ” Was hat dich denn am meisten beeindruckt?” Sie grübelte ein bißchen und sagte dann den Satz aus dem Düxer Clowns Lehrbuch, Kapitel eins. ” Die, die haben einfach kein oben und kein unten, die machen einfach, das ist zwar perfekt organisiert, aber irgendwie hat man nie das Gefühl, daß da ein Zwang dahintersteckt. Die treffen sich, schminken sich gegenseitig, trinken ne menge Kölsch, die Mädels stehen eher auf den klareren Getränken, lachen pausenlos und haben offensichtlich richtig Spaß.
Und wenn die dann auf die Bühne kommen, schunkelnd und singend, dann wird aus der lahmsten Schnarchi-Veranstaltung plötzlich die lachende Sporthalle. Auf der Bühne steht dann ein 8-jähriger neben Omi, der schwerreiche Architekt kichert mit dem Sozialhilfeempfänger und der langjährige Clown nimmt eine zufällig anwesende Touristin aus Schwaben in den Arm.
Also, wenn das der kölsche Karneval ist, dann ist der richtig gut.” ”Das weiß ich auch nicht so genau”, habe ich geantwortet, ” aber daß die Clowns gut sind, das weiß ich.”
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