Feierliche Nubbelverbrennung der Düxer Clowns auf dem Lorenzplatz in Köln-Deutz
Tu Nubbulus, tu Nubbulus, Kannister voll cum Spiritus!
Mit diesen Worten des Trauerpredigers begann am Dienstag-Abend die Nubbelverbrennung durch die Düxer Clowns. Der "Nubbel" war vor zwei Wochen von den Düxer Clowns gebas-telt und über dem Düxer Glöckche aufgehängt worden. Getauft worden war er im Rahmen ei-ner feierlichen Taufe auf den Namen „Löckebömmel“. Über dem Eingang der Kneipe wachte er seitdem über die Jecken und hat mit ihnen gefeiert, bis er nun für die Sünden büßen muss. Mehr als 400 Trauernde – darunter auch eine große Zahl von Pänz – hatte sich vor dem Düxer Glöckche eingefunden um den Nubbel abzuhängen und mit ihm durch die Straßen zu ziehen. Die Trauergemeinde wurde außerdem vom Poller Jugendblasorchester begleitet. Die Jecken hatten sich bereits um 19.00 Uhr versammelt, damit auch die Pänz die Möglichkeit hatten, ein-mal bei einer Nubbelverbrennung dabei zu sein, die traditionell erst um Mitternacht stattfin-det. Mit schauerlichem Geheul und tragender Trauermusik ging es gemessenen Schrittes durch das Veedel.
Der als Geistlicher verkleideter Düxer Clown Dieter Mummert trug anschließend auf dem Lorenzplatz die Anklageschrift gegen den Nubbel vor. Wer hat Schuld an den ganzen Sünden, die im Karneval begangen wurden? Natürlich der Nubbel!
Der Nubbel wird für den übermäßigen Alkoholgenuss, abendliches Zuspätkommen, die Verschuldung oder die erotischen Eskapaden der Karnevalisten sowie für den Verlust des Führerscheins verantwortlich gemacht. Als der Nubbel in Flammen aufging, feierten die Jecken ausgelassen und schunkelten zur Musik des Jugendblasorchesters.
Anschließend erhielten die Trauernden noch eine „11“ aus Asche auf ihre Stirn, damit sie von allen karnevalistischen Fehltritten befreit und unbelastet in die Fastenzeit gehen können.
Danach zogen die Trauernden in die umliegenden Kneipen um das Fell des Nubbels zu ver-saufen.
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